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In den Sommermonaten beherrscht ein deutsch-polnisches Stimmengewirr

das Freizeitzentrum Ökotanien in Annahütte. Das letzte von drei Feriencamps auf der idyllisch im Grünen gelegenen Anlage führt erneut Kinder aus der Lausitz und der Region Zielona Gora (Polen) zusammen. Die Teilnehmer und Betreuer des dritten und letzten Feriencamps in Ökotanien.

 

„Unser Konzept heißt Erlebnispädagogik. Was Kinder über Erlebnisse und Aktionen in der freien Natur lernen, das ist besonders wertvoll und dauerhaft“, sagt Maria Schmidt. Die junge Frau arbeitet für den Berliner Verein „Aktion Umwelt für Kinder“ und ist die pädagogische Leiterin der Feriencamps in Ökotanien. Seit dem Jahr 2002 bietet das Freizeitzentrum in Annahütte außer Klassenfahrten und Tagesveranstaltungen auch Ferienbegegnungen auf seinem Gelände an, die gemeinsam mit dem Caritas-Verband aus Zielona Gora organisiert werden.

 

Bis zu 30 Kinder haben in diesem Jahr an jedem der drei Ferienlager-Durchgänge in Ökotanien teilgenommen. In den drei großen Steilwandzelten, in denen die Mädchen und Jungen auf Feldbetten schlafen, haben sich die beiden Nationalitäten schnell gemischt. „Es gibt kaum Berührungsängste. Die Verständigung klappt erstaunlich gut – auch wenn kaum einer die Sprache des jeweils anderen spricht“, erklärt Maria Schmidt. Mit Händen und Füßen, Gesten und Mimik sei vieles machbar – und natürlich auch mit Englisch.

 

Das bestätigt auch die elfjährige Rosi. Die Schülerin aus Klettwitz kann ein wenig Tschechisch sprechen. „Deshalb verstehe ich einiges leichter“, sagt sie. Rosi hofft in diesem Camp eine Brieffreundin zu finden, mit der sie auch nach den Ferien weiter in Kontakt bleiben will. Agatha, ebenfalls elf Jahre alt, stammt aus dem polnischen Zwierzyn bei Gorzów. Sie ist von der Familie einer Freundin auf das Camp in Deutschland aufmerksam gemacht worden. „Im Zelt schlafen, das fand ich interessant – deshalb haben wir uns angemeldet“, erzählt sie.

 

Beide Mädchen freuen sich auf schöne letzte Ferientage mit Klettern im Hochseilgarten, Nachtwanderung, Theaterspielen, Instrumente bauen und der Begegnung mit einer jungen Rockband aus Falkenberg. Zum Abschluss wechseln die Kinder für ein paar Tage in eine Jugendherberge in Lubniwiece kurz hinter der polnischen Grenze. „Ich bin schon sehr gespannt“, freut sich Rosi.

 

Von Catrin Würz

 

 

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